Seminar des Juso Kreisverbandes

Die Neumitglieder und Grundlagenschulung, aber auch kommunalpolitische Themen waren Schwerpunkte eines Seminars des Juso-Kreisverbandes Neustadt an der Waldnaab unter der Leitung von Kreisverbandssprecher Thorsten Hallmann im Naturfreundehaus Trauschendorf bei dem die Neustädter Juso AG als stärkste Abordnung mit zehn Mitgliedern vertreten war.

Weiter standen die hohe Arbeitslosigkeit und Alternativen zur Sparpolitik der Regierung im Mittelpunkt der Diskussionen. Als kompetenter Referent konnte der stellvertretende Landesvorsitzende der bayerischen Jusos, Thomas Fruth aus Regensburg, gewonnen werden. Zu Beginn des Seminars ging Fruth auf die Geschichte der SPD und die Arbeitsschwerpunkte der Jusos ein. Danach ging er auf die derzeit schlechte wirtschaftspolitische Lage ein. Die christlich-liberale Koalition stehe auf dem Standpunkt, "wenn es der Wirtschaft gutgeht, muss es auch den Menschen gutgehen." Dies erweise sich aber als Trugschluss, da von den Unternehmen zu wenig investiert werde, und so - trotz der sozialen Einschnitte zugunsten der Arbeitgeber - keine Arbeitsplätze geschaffen würden.

Vielmehr müsse durch gezielte finanzielle Entlastungen der Arbeitnehmerschaft die Nachfrage belebt werden, forderte der stellvertretende Landesvorsitzende.

Am Sonntagvormittag wurden in zwei Arbeitsgruppen kommunal- und regionalpolitische Ansätze diskutiert. Bezirksvorsitzender Christhop Frey aus Schirmitz referierte pber jugendpolitische Umsetzungsmöglichkeiten für Kommunen. Man kam zum Schluss, dass, wie in Weiden gefordert, Jugendparlamente in den Kommunen des Landkreises nur schwer umsetzbar seien.

Der Neustädter Stadtrat Daniel Vollath berichtete über das Jugendgremium und die Jugendräume in seiner Heimatstadt. Man war sich einig, dass Neustadt an der Waldnaab als Modellprojekt der freien Jugendarbeit im Landkreis gelten können.

 

Der zweite Arbeitskreis stand unter dem Arbeitstitel "Stadt und Land - Hand in Hand". Als Gäste konnten der Weidener Fraktionsvorsitzende Reinhard Hese, der Weidener Stadtrat Roland Richter und die Kreistagsfraktionsvorsitzende Margit Kirzinger begrüßt werden. "Wir brauchen ein positive Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Stadt Weiden, um die immer größer werdenen Probleme zu bewältigen", waren sich die drei Kommunalpolitiker einig.

Desweiteren begrüßten sie die entstehende Risikokapitalgesellschaft. Margit Kirzinger kritisierte aber, dass der Versuch der SPD, eine Wirtschaftsförderungs-GmbH zu gründen, im Kreistag abgelehnt worden sei.

 

Nach einem lehrreichen aber auch unterhaltsamen Wochenende trat man am Sonntag gegen Mittag wieder die Heimreise an.

 

Quelle: SPD vor Ort (Ortsvereinszeitung), Autor Daniel Vollath