Keine Chance dem Rechtsextremismus

In den letzten 10 Jahren nahm die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland stark zu. Dies verdeutlicht die Zahl von 93 Menschen, die in diesem Zeitraum Opfer rechter Gewalt wurden.

Jeder kennt die Schreckensnachrichten, die in den vergangenen Monaten in den Medien zu verfolgen waren. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass jeder Bundesbürger jegliche Form des Antisemitismus und der Fremdenfeindlichkeit vehement verurteilt. Doch welche Gründe gibt es für ein solches Verhalten, und wie kann jeder Einzelne dagegen vorgehen? Warum zeigen immer mehr Jugendliche Gewaltbereitschaft gegen Ausländer oder andere Minderheiten?

 

Die Ursachen dafür sind nicht nur in der Arbeitslosigkeit und der Ausbildungsplatznot, und der daraus resultierenden Zukunftsängste der Betroffenen zu sehen. Weitere Gründe für ein solches Fehlverhalten sind die radikalen Veränderungen in unserer Umwelt. Die immer schnellere und komplexe Entwicklung auf den Gebieten der Technologie, Forschung, Ökonomie und natürlich im sozialen Leben. Dies führt ebenfalls zu Ängsten, nicht mehr mit der Gesellschaft mithalten zu können, und somit ausgegrenzt zu werden. Dadurch entsteht ein immer größeres Bedürfnis nach Bindung, nach Beheimatung, nach sozialer Zugehörigkeit, nach Gruppenzugehörigkeit. Jene Bedürfnisse versprechen die rechtsextremistische Ideologen zu erfüllen.

Ein weiteres großes Problem ist, dass bei zu vielen Menschen Ausländerfeindlichkeit ein selbstverständlicher Teil des Alltagsbewusstseins geworden ist. Bestimmt hat jeder schon einmal miterlebt, dass einer seiner Mitmenschen, ganz beiläufig, herablassendoder verächtlich über Ausländer gesprochen hat.

 

Solche Aussagen sollten nicht verharmlost werden, denn aufgrund solcher Einstellungen kann sehr schnell der Nährboden für die Anfangs angesprochene Gewaltbereitschaft entstehen. Aufgrund dessen sollte jeder Bürger, der im Alltag auf ausländerfeindliche  Äußerungen trifft ganz entschieden dagegen vorgehen. Dazu gehört die Sensiblisierung der Kinder in den Schulen und natürlich die Erziehung in den Familien. In diesem Zusammenhang ist auch das Schlagwort "Zivilcourage" zu nennen. Damit ist nicht nur das Einschreiten gegen Gewalt in der Öffentlichkeit gemeint, sondern auch und vor allem das konsequente Widersprechen gegen antisemitische und fremdenfeindliche Äußerungen im Alltag eines jeden Bürgers. So kann und muss jeder etwas gegen die Verbreitung rechtsextremistischen Gedankenguts tun.

 

Quelle: SPD vor Ort (Ortsvereinszeitung), Autor Markus Haner