Jusos beten fremd

Am vergangenen Freitag brachen die Neustädter Jusos zusammen nach Weiden auf, um an dem Nachmittagsgebet teilzunehmen. Durch die Freundschaft des 1. Vorsitzenden Adrian Kuhlemann und dem praktizierenden Moslem Ceylan Mehmet kam diese Treffen zustande. Im Dezember erkundete sich Kuhlemann bei seinem Freund nach einer möglichen Teilnahme, da zum damaligen Zeitpunkt das Minarettenverbot die Schlagzeilen aller Zeitungen füllte und die Juso AG endlich auch einmal die Sichtweise der Moslems zu diesem Thema kennenlernen wollte.

Nach der Begrüßung erläuterte Ihnen der Mitbegründer der Gebetsgemeinschaft den liebevoll hergerichteten Raum mit seinen ganzen Besonderheiten, wie zum Beispiel den Altar, welcher auf der ganzen Welt immer Richtung Mekka zeigen muss. Darauf folgte das Gebet auf Arabisch welches aber im Anschluss auch für alle deutschsprachigen Moslems eingehend erläutert wurde. Die Predigt handelte von dem „guten“ und dem „schlechten“ Wort, wobei der Grundgedanke dahinter ist die Gläubigen dazu aufzurufen ihre Wortwahl genau zu wählen und auch seine Feinde nicht zu beschimpfen, sondern stets mit Respekt zu behandeln.

Im Anschluss darauf nahm sich der Iman, eine Art Priester, noch die Zeit den Jusos das Leben als Moslem in Weiden und Umgebung bei traditionellem türkischem Gebäck zu erläutern. Zur Sprache kam auch das schlechte Bild des Islams, dass durch die ständigen Terroranschläge in den letzten Jahren stark beschädigt wurde. Außerdem erklärte der Iman wie eine islamische Beerdigung abläuft. Die aufgeschlossen und freundlichen Mitbürger ließen es sich nicht nehmen die Jusos jederzeit wieder willkommen heißen zu dürfen.