Öffnung der "Freiheit" geht gut vorran

Am 22. März stellte die Juso AG die Ergebnisse ihrer Umfrage der SPD Fraktion in ihrer Fraktionssitzung vor. Im Anschluss der Sitzung erläuterte Adrian Kuhlemann zuerst, dass die Jungsozialisten durch die Umfrage in erster Linie sich bei der Bevölkerung vorstellen wollten und gleichzeitig wollten sie aber auch eine Vorstellung über die Wünsche der Neustädter Bürger gewinnen.  Bei dem Informationsstand am Legatparkplatz sprachen die jungen Leute 59 Bürger an, welche insgesamt 64 Wünsche an den Neustädter Stadtrat haben. „Da die Zielgruppe der Jusos die jüngeren Bürger sind, haben wir diese gezielt angesprochen“, so Adrian Kuhlemann. Dies spiegelt sich auch im Ergebnis wieder, weil allein 51 % der Befragten zwischen 15 und 25 Jahren sind. „Obwohl bei der Umfrage nur 1 % der Gesamtbevölkerung von Neustadt befragt wurde ist sie durch die spezielle Befragung der Jugend repräsentativ“ äußerte sich Altbürgermeister Gerd Werner positiv.

Als Gründe zum Wegziehen nannten die Bewohner vor allem, die geringen beruflichen Perspektiven, die fehlenden Freizeitmöglichkeiten und die schlechte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Wobei die Vorschläge nicht sehr stark von den Gründen abwichen, da beispielsweise die fehlenden Cafés, Restaurants und Geschäfte beklagt wurden. Fraktionsvorsitzender Achim Neupert meinte daraufhin, dass die Stadtplatzgestaltung eine große Chance mit sich bringe um dahingegen Abhilfe zu schaffen.
Am ersten Platz der genannten Wünsche steht aber ein ganz anderer Punkt. Es wurde 22mal ein fehlendes oder besser ausgestaltetes Jugendheim genannt. Als Lösung brachten die Jusos den Vorschlag ein, ob es nicht eine Überlegung wert wäre die Freiheit mehr zu einem „offenen“ Jugendraum umzugestalten. Laut der Jusos könnte man versuchen, dass man die Verwaltungshoheit weiterhin dem Jugendgremium überlasse, da das Gremium gute Arbeit leiste und erster Ansprechpartner sein muss, aber auch andere Jugendorganisationen die Räumlichkeiten nutzen dürfen. „Die Feuerwehr könnte donnerstags zum Beispiel einen Brettspieleabend anbieten und die Wasserwacht am Mittwoch Fußballschauen“ erläuterte Adrian Kuhlemann der Vorschlag. Durch die begrenzte Mitgliederzahl des Gremiums können keine geregelten Öffnungszeiten installiert werden, so die Meinung der Jungsozialisten. Daraufhin entstand eine rege Diskussion über die Umsetzung der Aufgabe, sowie über den abgelehnten Antrag eines hauptamtlichen Jugendreferenten. „Hiermit bestätigen uns die jungen Leute, das dieser Antrag richtig war“ so der ehemalige Bürgermeisterkanditat Heribert Schubert.
Im Anschluss ließen der Stadtrat und die Jusos den Abend noch in einer regen Diskussion ausklingen, wo Adrian Kuhlemann noch bekanntgab, dass das Handout der Präsentation gerne auch per Email angefordert werden kann.