Lieber Stephan, liebe Junge Union...

Heute wurde der JU-Vorsitzende des Kreisverbandes Neustadt, Stephan Oetzinger, sinngemäß mit den Worten zitiert, dass für uns im Gegensatz zur Jungen Union auch eine Besenkammer ausreicht  - hierzu beziehen wir, eine politische Jugendorganistation im Kreis, Stellung und schreiben euch.

 

Um eine Stellungnahme wird gebeten ohne die üblichen Phrasen "...der größte Kreisverband Bayerns", "...einzige politische Kraft im Landkreis", "...mit über 1200 Mitgliedern in 27 Ortsvereinen" - ebenso keine Zensur auf Facebook.

 

Und bitte verzeiht uns den Ton. Irgendwann reicht es einfach und dreimal ist mehr als genug.


 

Sehr geehrter Hr. Oetzinger, lieber JU-Vorstand,

 

mehrmals wurden Sie schon mit der Aussage zitiert "...wir sind die einzige (legitime) politische Jugendorganisation im Kreis". Diesmal dürfen wir in einer Besenkammer tagen - zumindest gibt es uns jetzt schon. Am Anfang wollten wir zu ihren verrückten Thesen keine Stellung beziehen, aber jetzt reicht es uns.

Nicht nur dass diese Aussage schlichtweg falsch ist und mittlerweile nicht nur Solid, die Julis und wir ignoriert werden, es gibt auch Junge Freie und eine Grüne Jugend. Daher beweisen Sie uns ein weiteres Mal, wie beschränkt der Horizont ist und Sie sich nur für Eigeninteressen einsetzen.

Übrigens vertreten wir nicht die Meinung (und außer Ihnen wahrscheinlich niemand), dass die politische Relevanz von der Größe einer Organisation abhängt. Würde man dies in Zusammenhang mit politisch relevanter Arbeit setzen - Sie wären Vorsitzender des größten Burschenvereins mit Mädchengruppe. Aber zurück zur sachlichen Argumentation. Allein in der SPD-Kreisvorstandschaft sind sechs Jungsozialisten vertreten. Nicht nur dort bringen wir unsere Meinungen und Postitionen ein, sondern auch in allen Orten mit Juso-Arbeitsgemeinschaften kennt man uns. Vielleicht sollten Sie sich auch öfters mit ihren Parteifreunden aus Neustadt unterhalten. Auf unsere Initiative hin haben alle Jugendorganisationen an einem "Forum Jugend" teilgenommen - anscheinend funktioniert eine überparteiliche Zusammenarbeit durchaus.

Bei allen hitzigen politischen Debatten würden wir eines aber niemals tun - anderen die Daseinsberechtigung absprechen.

Wer die politische Diskussion verweigert ist kein Demokrat. Wer andere Meinungen verachtet ist kein Demokrat. Wer andere Organisationen als "nicht legitim" oder "nicht existent" bezeichnet ist kein Demokrat.

Gerne können Sie sich oder ihre Organisation äußern, aber bitte verzichten Sie auf diesen vorgefertigten Standardtext (Kommentar Nr. 4) des letzten Males.

 

Mit solidarischen Grüßen

eure Juso AG Neustadt/WN