Sebastian Dippold beerbt Claudia Maetz

Die Jusos haben am Samstag ihren Vorstand neu gewählt. Im Gasthof "Deutsche Eiche" bedankten sich Fraktionsvorsitzender Achim Neuppert für die geleistete Arbeit. Durch die Jusos werde die Jugend vertreten und es wird gezeigt, dass Politik keine Frage des Alters ist. Auch deswegen holt man sie zur Kommunalwahl 2014 mit ins Boot. "Nicht als Dankeschön, sondern als Respektsbezeugung." so Neupert weiter. Die Jusos Neustadt hätten den Namen "politische Jugendorganisation" verdient. Martin Filchner freute sich umso mehr, dass die Jusos so ein Aktivposten in Neustadt und der SPD sind. Filchner meinte dazu „Als ich 2008 Ortsvereinsvorsitzender wurde, war eine Juso-AG mein Herzenswunsch und dass ihr dann so eine gute Truppe seid, freut mich umso mehr!“

Achim Neupert, Karl Schmidberger, Martin Filchner, Adrian Kuhlemann, Stefan Rupprecht, Sebastian Dippold, Stefan Maetz und Bundestagskandidat Uli Grötsch
Achim Neupert, Karl Schmidberger, Martin Filchner, Adrian Kuhlemann, Stefan Rupprecht, Sebastian Dippold, Stefan Maetz und Bundestagskandidat Uli Grötsch

Im Rechenschaftsbericht ging der AG- und Unterbezirksvorsitzende Adrian Kuhlemann auf die Termine und Anträge der letzten 2 Jahre ein. Als wichtig sahen es die Jusos an für die eigene poltische Bildung und den Austausch mit anderen GenossInnen zu sorgen. Deshalb besuchte man Workshops in Nürnberg und Berlin, hielt ein Facebook-Referat im Ortsverein oder lies sich von verdienten Genossen Oskar Schwarz die Haushaltspolitik erläutern. "Wir Neustädter Jusos sind gern gesehene Gäste und man kennt uns auch", so Vorsitzender Kuhlemann. Bei Naziaufmärschen in Wunsiedel, Schwandorf und Dresden stellte man sich dem braunen Pack in den Weg, da die Verteidigung der Demokratie eine Herzenssache ist. Im August 2011 sorgten die Jusos für einen kommunalpolitischen "Eklat" mit ihrer Positionierung zum möglichen Umzug der "Freiheit". "Mittelfristig braucht Neustadt einen hauptamtlichen Jugendreferenten und im Anschluss ein neues Jugendheim", wiederholte Kuhlemann die SPD- und Juso-Position.

Bundestagskandidat Uli Grötsch
Bundestagskandidat Uli Grötsch

Uli Grötsch bedankt sich bei der Einladung der AG. Der politische Aschermittwoch der BayernSPD in Vilshofen war die größte Aschermittwochsveranstaltung aller Zeiten mit knapp 5000 Leuten. Ein Unterschied war, dass bei der SPD in „die Zukunft geredet“ worden ist, während sich die CSU mit einem Film von Strauß und dem wieder „ausgegrabenen und in Würde ergrautem“ Edmund Stoiber behelfen hat müssen. Auch vor Ort hat man bei den Veranstaltungen gemerkt, dass die SPD „will“.
Werner Schieder hat ein „Feuer versprüht“, wie man es von SPD und Jusos kennt. "Der Unterschied ist, dass wir unsere Sache durchziehen bis zum Schluss. Dass wir über unseren Tellerrand hinausschauen, dass wir uns den Rechten in den Weg stellen, nicht nur vor unserer Haustür, dass wir bis Dresden fahren, das macht nicht ein jeder. Das machen nur die Jusos, weil sie das Feuer in sich spüren, während andere nicht einmal das Brennmaterial haben." Das habe man sich in 150 Jahren SPD erarbeitet. Ohne die SPD und die Arbeiterbewegung hätte man heute Zustände wie in Bangladesch. Die Sozialdemokraten haben den Anspruch heute, jetzt wie in den nächsten 150 Jahren, anders zu sein. Es gehört mehr dazu, ein Sozi zu sein, als ein Schwarzer.“
Es gäbe sehr wohl „sozialdemokratische Kommunalpolitik“ Uli weiter. „Politik muss nicht immer Kampf sein.“ Oetzinger sei hier ein Negaitvbeispiel. „Wir sprechen als Demokraten niemandem die politische Relevanz ab, denn JEDER ist politisch relevant“ Der Unterschied ist der „Kompass“, wo es hingeht. So kann es beispielsweise nicht oberstes Ziel alles Handelns sein, mit allen Mitteln schuldenfrei zu sein. Es geht um Städte und Gemeindeentwicklung. Konkrete Ziele sehen von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich aus, Gemeinsamkeit ist dieser Kompass, dieser Richtwert. Und diesen Kurs geben, was die Zukunft betrifft, auch die Jusos mit an.

Fraktionsvorsitzender Neupert sieht politische Aschermittwoche eher negativ. Man kann es der Bevölkerung nicht verkaufen, dass man sich erst wie wild angreift und zwei Tage später wieder miteinander Politik macht.


Der gesamte Vorstand wurde mit leichten personellen Änderungen einstimmig bestätigt. Adrian Kuhlemann bleibt weiterhin Vorsitzender, Stefan Rupprecht löst Johannes Schneider als Schriftführer ab und Sebastian Dippold tauscht das Amt mit der Vorsitzenden Claudia Maetz, die arbeitsbedingt auf einen Wiederantritt verzichtet hat. Im Schlusswort bekundete Dippold seine Anerkennung: "Das hat unsere Claudia mit dem Papst gemein, die Größe zu sagen: es klappt nicht mehr, mach du!". Dippold und Kuhlemann leiteten bereits gemeinsam von 2010 bis 2011 die Geschicke der Neustädter Jusos. Gemeinsam kündigten die beiden Vorsitzenden an, dass die kommende Woche ein Neumitgliederprogramm online geht, bei welchem Jugendliche ein Jahr kostenlos Parteiluft "schnuppern" können.