Nominierungsrede von Wolfgang Schwarz

Im Zuge der Nominierungsveranstaltung haben wir den kommenden Neustädter Bürgermeister Wolfgang Schwarz gebeten seine Rede online zu stellen - hier ist sie.

1. Vorstellung eigener Person, Familie, persönlicher Werdegang.

 

Zuerst möchte ich mich bei all denen vorstellen, die mich noch nicht kennen. Mein Name ist Wolfgang Schwarz, bin gebürtiger Neustädter und mit der Stadt sehr gut vertraut. Ich bin 52 Jahre alt, verheiratet mit meiner Frau Isolde und wir haben fünf Kinder. Nach der Mittleren Reife erlernte ich das Handwerk des Hohlglasfeinschleifers, ein für Neustadt damals traditioneller Beruf, den ich als Geselle bei der Fa. Nachtmann abschloss. Im Anschluss wurde ich zur Bundeswehr einberufen, bei der ich bis heute meinen Dienst versehe. Im Dienstgrad Oberstabsfeldwebel, stationiert in KÜMMERSBRUCK bei AMBERG bin ich verantwortlich für die gesamte Logistik eines Verbandes mit ca. 1000 Soldaten. Ehrenamtlich engagiere ich mich seit über 14 Jahren als 1. Vorstand der DJK, dem größten Verein in Neustadt mit knapp 1700 Mitgliedern. Mittlerweile ist die DJK einem Wirtschafts-unternehmen im Bereich der Dienstleistung Sport gleichzusetzten. Wie bereits angesprochen, ehrenamtlich geführt.

2. Kandidatur

 

Der Gedanke, sich mit der Kommunalpolitik intensiver zu beschäftigen, bewegt mich schon seit längeren. Im Jahr 2008 wäre ich schon aktiv geworden. Mit Gerd Werner wurden damals die Gespräche geführt, konnte aber aus persönlichen Gründen nicht für den Stadtrat kandidieren. Da sich mittlerweile alles eingespielt hat, habe ich mich entschlossen, sich für die Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Stadt nicht nur im Bereich des Sportes einzusetzen. Nach sehr guten Gesprächen mit dem Ortsvereins-vorsitzenden, dem Fraktionsvorsitzenden, aber auch mit unserem Altbürgermeister Gerd Werner, Annette Karl, Heribert Schubert und vor allem meiner Frau reifte in mir der Entschluss, nicht nur für den Stadtrat zu kandidieren sondern mich als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen. Eurer heutigen Zustimmung für die Nominierung vorausgesetzt, gehe ich am 16. März 2014 für die SPD als Bürgermeisterkandidat ins Rennen.

 

3. Voraussetzungen

 

Ich bin mir durchaus bewusst, dass es ein langer und vor allem intensiver Weg für mich und auch die Kandidaten auf der Liste für den Stadtrat wird.

Aber was mich in den letzten Wochen sehr positiv gestimmt hat, ist der Wille anzupacken. Dies wurde mir sowohl von den neuen Kandidaten als auch von den Jungen (Juso) aber vor allem von den alten Hasen deutlich signalisiert.

Wir alle wollen die Aufgabe gemeinsam schultern und Neustadt weiter nach vorne bringen.

Ich fühle mich mit diesem jungen und überaus kompetenten Team bereit dafür. Die Voraussetzungen für das Amt des Bürger-meisters bringe ich mit. Lange Jahre Erfahrung als Vorsitzender der DJK, der Verein steht für Kontinuität und Stabilität.

Probleme, egal welcher Art, wurden im Sinne der Gemeinschaft und ohne großes Aufsehen gelöst. Dies ist auch eines der Ziele, die ich im Bereich der Stadt umsetzen und weiterführen werde.

Meine Erfahrungen im Bereich Personalführung, der Umgang mit jungen und auch erfahrenen Bürgerinnen und Bürger werden meine Arbeit erleichtern. Aus meiner Sicht sind diese Voraussetzungen ganz wichtig, um zum Erfolg zu kommen.

Ergänzen werde ich dies durch ehrliche, vor allem offene Gespräche und klar formulierte Ziele, die auch für mich und den zukünftigen Stadtrat umsetzbar sind.

Auch die weiteren Aufgaben im Rahmen der Verwaltung und Logistik sind mir nicht fremd und ich muss mich täglich damit auseinandersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit wird es sein, den Finanzhaushalt zu bewirtschaften und zu überwachen.

Alle drei genannten Aufgaben, Verwaltung, Logistik und Finanzhaushalt, musste ich bereits nicht nur im Inland sondern auch bei diversen Auslandseinsätzen in Bosnien und Afghanistan bewältigen.

Besonders wichtig für mich wird die Bürgernähe sein und damit auch meine Ansprechbarkeit für Jeden. Das Gefühl angenommen und angehört zu werden, soll die Menschlichkeit meiner zukünftigen Tätigkeit widerspiegeln.

Und ich sagte es bereits, ehrliche Gespräche zu führen. Ich glaube, das haben unsere Bürgerinnen und Bürger in Neustadt verdient.

 

4. Ziele

 

Die Ziele die wir uns stecken, sind klar formuliert und umsetzbar.

Im einen werden wir uns um die Senioren in unserer Stadt kümmern, Stichwort Wohnen im Alter, möglichst lange zuhause bleiben und Pflege in der gewohnten Umgebung.

Wir wollen Verwaltungsvorgänge vereinfachen und vor allem unsere älteren Mitbürger, die jahrelang gearbeitet und unsere Gesellschaft getragen haben mit hoher Kompetenz dabei unterstützen, die gewohnten Lebensumstände zu erhalten.

Den Punkt betreutes Wohnen werden wir aber auch nicht außer Acht lassen, diesen aber nicht favorisieren. Möglichst lange zuhause bleiben und Pflege in der gewohnten Umgebung, das ist unser vorrangiges Ziel.

Ein weiterer Schwerpunkt in unserer zukünftigen Arbeit wird auf jeden Fall Handel und Gewerbe in Neustadt sein. Hier werden wir verstärkt daran arbeiten um Neustadt weiter nach vorne zu bringen und noch interessanter werden zu lassen. Also für neues zu öffnen.

Es geht darum, Balance zu finden. Zum einem zwischen dem Raum, den die Geschäfte und den damit verbundenen Durchgangsverkehr brauchen und zum anderen für den Raum, dass sich Fußgänger und Besucher eingeladen fühlen, hier zu verweilen. Daher gilt, Autofrei ist der falsche Ansatz und bringt nur Schaden für alle unserer gewerbetreibenden Mitbewohner.

Ebenfalls ist es für uns wichtig, die Jugend in Neustadt anzusprechen und ihnen die Möglichkeit der eigenen und vor allem verantwortlichen Gestaltung ihrer Freizeit zu geben. Dies wird auf jeden Fall auch in Verbindung mit den Vereinen in Neustadt geschehen. Wir haben so viel Potenzial in unseren Vereinen um dies auch gut umzusetzen.

Stichwort: Die Stadt als Dienstleister. Ein Prozess den ich ebenfalls angehen werde. Wichtig, dass die Ansprechbarkeit gegeben ist . Damit können die Sorgen und Nöte unserer Bürgerinnen und Bürger, auch wenn noch so klein erscheinen mögen, relativ schnell erkannt werden. Wir werden uns dieser „Sorgen und Nöte“ in hoher Priorität annehmen, im Stadtrat diskutieren um dann schnellstens, einvernehmliche Lösungen zu finden. Ich werde dafür sorgen, dass unsere Entscheidungen und die damit verbundenen Informationen frühzeitig an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden. Sie werden dann auch transparent und nachvollziehbar erklärt um, Missverständnissen vorzubeugen.

Ungehört und nicht informiert soll bei uns keiner bleiben.

Auch werden wir uns einsetzen, den Tourismus in Neustadt weiter voranzubringen. Dies ist auch im Sinne unserer Wirtschaft zu sehen. Wir haben was zu bieten und der Slogan soll heißen: Neustadt/WN, als Stadt sehr reizvoll. Auch dies wird im Rahmen unserer Arbeit nicht vernachlässigt werden. Sehr gute Ideen sind bereits vorhanden und werden im Laufe des Jahres noch konkretisiert.

 

5. Ausblick

 

Ich wünsche mir einen fairen Wahlkampf, aufzuarbeiten gibt es für mich nichts sondern ich kann voll einsteigen. Wir wollen und müssen gemeinsam für das Wohl unserer Stadt eintreten. Das ist unser Auftrag! Meine Chancen, die Wahl zu gewinnen, stehen gut. Zwar kann ich mir vorstellen, dass es knapp wird, aber der Erfolg ist für mich, für unsere Kandidaten und für die Neustädter SPD Programm. Dafür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen aber ich werde mich nicht verbiegen lassen um diese Ziele zu erreichen.

Zum Schluss noch der Slogan der SPD.

 

Ich will hier rein.

 

Damit ist alles gesagt. In diesem Sinne bedanke ich mich für eure Aufmerksamkeit und für Fragen stehe ich gerne noch zur Verfügung