Bitte keine Schlammschlacht

Der Neustädter Sozialdemokrat und ehemalige Manteler Jungsozialist Marco Bethmann hat seine Gedanken zum Weidner "Plakatskandal" in Textform gebracht. Für Quereinsteiger in die Thematik haben wir die Berichte des Neuen Tages verlinkt - Bericht eins, zwei und drei.

 

"Es ist schon eine merkwürdige Art von Politikverständnis, was die Weidener CSU an den Tag legt. Beinah' hat man das Gefühl, man wolle das Oberbürgermeisteramt mit aller Gewalt und mit allen Mitteln verbissen zurückerobern.

 

Dabei stünde gerade in Weiden der CSU die vom Ministerpräsidenten Seehofer angesprochene Demut gut zu Gesicht, warum?

 

In Weiden gibt es einen zweiten Bürgermeister Höher, der auch ein CSU- Parteibuch hat. Ebenso gibt es im Weidener Stadtrat keine Alleinherrschaft einer Partei: Die CSU hätte also durchaus in den letzten Jahren eigenständige Politik machen und Mehrheiten suchen können, um, wie sie plakatieren, "Weiden wieder nach vorne zu bringen".

 

Ein Haufen mehr Selbstreflexion stünde der Partei gut zu Gesicht.

 

Der Sinn dieser Plakatierung ist völlig klar, die Veranstaltung auf die verwiesen wird, wird bewusst (juristisch) klein gehalten, der "Messias" wird groß hervorgehoben.

Nur, weil die Partei meint, ihren OB-Kandidaten ständig plakatieren zu müssen, sichert ihm das sicherlich nicht die Sympathien der Bürger. Im Gegenteil: Der Bürger könnte sich dadurch auch belästigt fühlen. Die Bürger, auch aus dem Landkreis, fordern für Weiden eine gute und konstruktive Politik. Dies sollte nun auch endlich die CSU einsehen.

 

Und: Schlammschlachten sollten der Vergangenheit angehören."

Von Marco Bethmann