Landratskandidat lobt Jusos

Die Jungen Sozialdemokraten vertrauen auf das bisherige Führungsgremium. Bei der Hauptversammlung im Hotel Grader bestätigten die Wahlberechtigten für weitere zwei Jahre die gleichberechtigten Vorsitzenden Adrian Kuhlemann und Sebastian Dippold.

Udo Greim war zu Gast bei den Jusos Neustadt
Udo Greim war zu Gast bei den Jusos Neustadt

Schriftführer bleibt Stefan Rupprecht. Beisitzer ist Martin Schmidberger. Kuhlemann berichtete, dass durch die Mitarbeit von Dippold auf Bezirksebene die Arbeit vor Ort nicht mehr so leicht sei. Trotzdem konnte er an einige Aktionen erinnern. Ziel bei der Kommunalwahl im März seien drei Juso-Sitze im Stadtrat und einer im Kreistag. SPD-Ortsvorsitzender Martin Filchner dankte den Jusos für ihre Mithilfe bei Infoständen und Prospektverteilungen mit einer Geldspende. Er übergab den Neumitgliedern Erdi Kan und Johannes Schneider die Parteibücher.

 

SPD-Landratskandidat Udo Greim fand es "toll, dass sich Jugendliche an der politischen Arbeit beteiligen". Gerade die Jusos seien dafür da, auch unkonventionelle Ideen einzubringen. "Alter prädestiniert nicht, sondern die Erfahrung bringt's." In Anbetracht der bevorstehenden Kommunalwahlen zergliederte der Landratskandidat den jungen Politikern das "Uhrwerk des Kreistages". Der Landrat sei der oberste Chef. Von den Fachausschüssen, in denen die Fraktionen vertreten sind, sei der Kreisausschuss der wichtigste. "Wer da die Mehrheit hat, kann auch viel durchsetzen." Entscheidend sei aber auch der Impuls des Landrates. Danach richte sich die Landkreispolitik. Laut Greim muss der Landrat Weitblick haben und alle Bevölkerungsschichten, Jung und Alt, mitnehmen.

Fraktionsvorsitzender Achim Neupert (links) und neuer Beisitzer Martin Schmidberger
Fraktionsvorsitzender Achim Neupert (links) und neuer Beisitzer Martin Schmidberger

Die Sozialdemokraten zeichneten sich dadurch aus, dass sie "nicht alles nachplappern", sondern auch eine andere Meinung verträten, und dass sie kritisierten. Stadtrat Heribert Schubert wollte wissen, was Greim mit den Industriebrachen in Neustadt, Altenstadt und Windischeschenbach anfangen wolle. Der Landratskandidat meinte, ein einzelner Landkreis könne da nicht genug einbringen. Auch die bayerische Staatsregierung reiche nicht aus. Das Problem müsse auf EU-Ebene ausgedehnt werden. Da gebe es Gelder zur Entsorgung von Altlasten.

 

SPD-Bürgermeisterkandidat Wolfgang Schwarz sah eine weitere Hürde darin, dass sich noch einige Areale in Privatbesitz befänden. Der künftige Landrat solle Druck auf die Staatsregierung ausüben.

 

Vorsitzenden Kuhlemann interessierte Greims 100-Tage-Programm. Dieser nannte: Umwelt, Schulen, Arbeitsplätze, Straßenbau, Infrastruktur, ÖPNV und Energiewende. Priorität hätten kurze Stromwege durch Windräder vor Ort. Statt der Gleichstrom- forderte Greim zeitnah die Datenautobahn. Dazu brauche es eine Allianz mit umliegenden Kommunen, jedoch keinen Großlandkreis.

von Theresia Spachtholz (Der neue Tag) - oberpfalznetz.de